Janusz Korczak Communication - Center
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Wohin?

    Zwei Jahre später, im Herbst 1898, schien Henryk - zu dem Zeitpunkt bereits ein sehr engagierter junger Medizinstudent von zwanzig Jahren mit lebhaften blaugrünen Augen und rötlichen Haaren, die sich in der Mitte schon zu lichten begannen - seinen Entschluß, mit dem Schreiben aufzuhören, vergessen zu haben. Er hatte von einem Dramatikerwettbewerb unter dem Patronat des berühmten Pianisten Ignacy Paderewski gehört und ein Stück in vier Akten mit dem Titel Wohin ? eingereicht, das von einem geistig verwirrten jungen Mann handelte, dessen Krankheit seine Familie zerstört. Das Stück wurde lobend erwähnt, wenn auch die Juroren den Mangel an dramatischer Spannung und seine düstere Stimmung beklagten. Es würde uns auch nicht weiter interessieren, wenn es nicht unter dem Pseudonym Janusz Korczak eingereicht worden wäre.

    Der Legende zufolge hörte Henryk im letzten Moment, daß er einen Nom de plume für diesen Wettbewerb brauchte, den er sich einfach bei dem erstbesten Buch holte, das auf seinem Schreibtisch lag, nämlich Die Geschichte von Janasz Korczak und der Tochter des Schwertträgers, von Jozef Ignacy Kraszewski, Polens produktivstem Verfasser historischer Romane. Der Drucker (so heißt es) habe einen Fehler gemacht. und der Name kam als Janusz statt Janasz heraus. Tatsächlich gehörten Pseudonyme nicht zu den Bedingungen des Wettbewerbs, und Henryks Entschluß, den Namen eines von Kraszewskis Charakteren anzunehmen, war kaum ein Zufall. Onkel Jakub Goldszmit hatte Kraszewski seinen Roman Das Familiendrama gewidmet: "Nimm mich unter Deine Fittiche, Meister, so wie der Adler sein flügge gewordenes Junges beschützt!" Auch der junge Dramatiker scheint Schutz unter des Meisters Fittichen gesucht zu haben.

    Der edle Charakter und der Mut des fiktionalen Janasz Korczak, eines armen Waisen mit adliger Abstammung, müssen Henryk gefallen haben, wenn auch vielleicht nicht gerade die erfundene Handlung. Ein gebrochenes Bein hindert Janasz daran, in der Schlacht von Wien 1863 dabeizusein, hält ihn aber nicht davon ab, seine geliebte Cousine Jadwiga und seinen Onkel, den Schwertträger des Königs, vor dem Feind zu retten. Als ihm ihre Hand verweigert wird, weil er nur ein armer Verwandter ist, schmiedet Janasz mit Geduld, Ehrlichkeit und Selbstbeherrschung an seinem Schicksal, bis er schließlich nicht nur Jadwiga kriegt, sondern auch eine Stellung bei Hofe.

    Vielleicht hatte Henryk einen Nom de plume gewählt, um seine Familie zu schützen - vielleicht sogar, um sein Schicksal zu ändern. ("Ich entfloh meiner Jugend wie einem Irrenhaus", sagte er später einmal in einem Interview.) Ebensowenig war es ein Zufall, daß er einen polnischen Namen gewählt hatte. In einem Land, wo der Familienname Aufschluß über die Religionszugehörigkeit gab, verriet Goldszmit zweifellos den Juden, den Außenseiter. Mit einem alten Adelsnamen wie Janusz Korczak konnte Henryk sich neu erschaffen als einen Dazugehörenden, verbunden mit der heroischen polnischen Vergangenheit. Doch ein leichter Wechsel war es nicht. In den folgenden sechs Jahren, in denen Hunderte von Artikeln und Feuilletons aus seiner Feder strömten - einige davon humorvolle Betrachtungen menschlichen Verhaltens, andere über Themen wie Landreform, Krankenversicherung, Pädagogik, Frauenrechte, die Lage armer Kinder sowie Reiseberichte aus der Schweiz und Frankreich -, benutzte er das Pseudonym Janusz Korczak nicht. Statt dessen zeichnete er mit den Fragmenten seiner beiden Selbst: Hen, Ryk, Hen-Ryk, G., Janusz oder K. - als ob er Zeit gebraucht hätte, seine neue Identität zu integrieren. Einzig seine Beiträge in medizinischen Fachzeitschriften unterzeichnete er stets und bis zum Ende seines Lebens mit Henryk Goldszmit.

    Henryks Freunde fragten sich, warum er bei dieser erfolgreichen literarischen Karriere Arzt werden wollte. Als sein Schriftstellerkollege Leon Rygier ihn in seiner blauen Medizineruniform antraf, wie er einige Kinder im Sächsischen Garten beobachtete, die neben ihren Kindermädchen spielten, fragte er ihn danach.

    "Arzt zu sein hat Tschechow nicht daran gehindert, ein großer Schriftsteller zu werden", entgegnete Henryk. "Es hat seine Schaffenskraft gestärkt. Um etwas Wertvolles schreiben zu können, muß man Diagnostiker sein." (Viel später sagte er einmal, daß er das meiste Tschechow verdanke - dem großen Sozialdiagnostiker und Kliniker.) "Die Medizin wird mir Einsichten in die menschliche Persönlichkeitsstruktur gewähren, sogar in die Art und Weise, wie Kinder spielen", fuhr er fort. "Sieh dir die Kinder da drüben an. Jedes spielt anders. Ich will wissen, warum." Auf Rygiers Entgegnung, daß nicht alle großen Schriftsteller Ärzte gewesen seien, meinte er trocken, seine Entscheidung sei möglicherweise davon beeinflußt worden, daß eine literarische Karriere angesichts von Mutter und Schwester, die seine Unterstützung brauchten, zu riskant wäre. (Er erwähnte nicht, daß sowohl sein Großvater väterlicherseits als auch sein Urgroßvater mütterlicherseits Ärzte gewesen waren.)

    Henryk hatte sich der medizinischen Laufbahn verschrieben, aber er war ungeduldig mit seiner Ausbildung. Die meisten Professoren waren für ihn aufgeblasene, unsensible Leute, die an den Leiden ihrer Patienten kein sonderliches Interesse zu haben schienen. So wie er es sah, dienten die medizinischen Fakultäten nur dazu, Ärzte zu entmenschlichen. Die Studenten lernten wenig mehr als "langweilige Fakten aus toten Büchern", und wenn sie schließlich ihre Approbation erhalten hatten, wußten sie mit kranken Menschen nicht umzugehen. Seine kritische Einstellung blieb seinen Professoren nicht verborgen, von denen einer zu ihm sagte: "Eher fresse ich einen Besen, als daß Sie Arzt werden."

    Wegen seiner zusätzlichen Aktivitäten als Journalist und wegen seines zweijährigen Militärdienstes brauchte Henryk sechs statt der üblichen fünf Jahre bis zur Approbation. Selbst das war eine Leistung, wenn man bedenkt, daß er wie so viele seiner Generation vom revolutionären Fieber der Zeit erfaßt war. Polen befand sich im Übergang von einer agrarischen zu einer industriellen Gesellschaft, und Warschau änderte sich ständig mit dem Bau neuer Fabriken und der Ankunft Zehntausender armer Landbewohner, die die Elendsviertel bevölkerten und nach Arbeit suchten, die nur wenige von ihnen fanden. Stefan Zeromskis Roman Die Heimatlosen wurde für Henryk und seine Freunde zum Evangelium; der Protagonist Dr. Judym verzichtete auf Liebe und privates Glück, um den Armen zu dienen: "Ich bin verantwortlich!" rief er aus. "Wenn ich, ein Arzt, es nicht tue, wer dann?"

    Auch Henryk war bereit, sein Leben in den Dienst jener armen Kinder zu stellen, die er auf den Straßen Warschaus sah. Für ihn war ihr Schicksal das schlimmste Los aller Proletarier, weil sie niemanden hatten, der ihre Interessen vertrat: "Verwahrloste Buben in abgerissenen Schuhen, durchwetzten Hosen, die Mützen gleichgültig auf den geschorenen Haaren, flink, schmächtig, undiszipliniert, praktisch nicht wahrnehmbar. Vom Leben noch nicht ausgebrannt, von der Ausbeutung noch nicht ausgezehrt, und kein Mensch weiß, wo sie die Kraft hernehmen, diese aktiven, schweigenden, zahllosen armen kleinen Arbeiter von morgen."

    Die schelmischen kleinen Straßenbettler scharten sich schon bald um den Medizinstudenten, der bereit war, ihnen zuzuhören. Sie belagerten ihn mit traurigen Geschichten von Hunger und Mißhandlung und streckten ihre Hände aus nach allem, was sie irgendwie kriegen konnten. Andere Passanten schüttelten sie ab, doch sie wußten, daß er immer etwas für sie hatte, und wenn es nur ein Stück Schokolade war, ein ermunterndes Wort oder ein Kuß auf die Stirn.

    Eines Tages ging Henryk mit einem Freund spazieren, der sich über einen Bengel wunderte, der hinter ihnen herlief und rief, daß er die zwanzig Kopeken zurückgeben wolle, die er vor zwei Jahren erhalten hatte.

    "Ich habe gelogen, als ich Ihnen sagte, mein Vater bringt mich um, wenn ich nicht mit dem Geld heimkomme, das ich verloren habe", sagte er. "Ich habe Sie schon lange gesucht, um Ihnen Ihr Geld wiederzugeben."

    Er zählte das Geld mit seinen schmuddeligen kleinen Fingern ab, und Henryk fragte ihn, wie oft er diesen Trick denn schon angewandt habe:

    "Oft."

    "Hat es funktioniert? "

    "Meistens."

    "Hast du den anderen das Geld auch zurückgegeben? "

    "Nein." "Warum gibst du es dann mir? "

    "Weil Sie mich auf die Stirn geküßt haben. Da hat es mir dann leid getan, was ich getan habe."

    "War es denn so ungewohnt, daß dich jemand geküßt hat?"

    "Ja, meine Mutter ist tot. Ich habe keinen mehr, der mich küßt."

    "Aber hat dir denn niemand gesagt, daß es schlecht ist, zu lügen und zu betteln? "

    "Der Priester hat mir gesagt, daß lügen schlecht ist, aber das sagt er jedem."

    "Und war da sonst niemand, der sich um dich kümmern konnte?"

    "Niemand", sagte der Bub, der seine Tränen nicht länger zurückhalten konnte. "Ich habe niemanden."

    In seinem Buch Kinder der Straße verarbeitete Henryk seine Begegnungen mit diesen Lausebengeln, die aus Armut und Vernachlässigung zum Lügen und Stehlen getrieben wurden. Seine Botschaft lautete, daß sie nur dann gerettet werden könnten, wenn es gelang, sie in jungen Jahren zu erziehen. Aber wer sollte das tun? Wohl kaum ihre betrunkenen, heruntergekommenen Eltern, denn niemand hatte denen eine Erziehung angedeihen lassen. Und wenn dieser Kreislauf nicht unterbrochen wurde, würde sich das übel weiter fortpflanzen.

    Nicht jeder schätzte seine hochfliegenden Ideen. Wenn er in den Dornen schrieb: "Ich bin ein Mensch, dessen größte Sorge es ist, das Leben der Kinder zu verbessern", schlug der Herausgeber (dessen größte Sorge es war, seine Leser zu unterhalten) vor, er möge sich hierfür ein anderes Forum suchen. Von dem Zeitpunkt an publizierte Henryk in der Stimme, einem Sprachrohr für Intellektuelle, die sich um die "Fliegende Universität" gesammelt hatten.

    Henryk hatte den Herausgeber der Stimme, Jan Wladyslaw Dawid, Polens ersten experimentellen Psychologen, kennengelernt, als er an einem seiner Seminare an der Fliegenden Universität teilnahm. Diese Untergrund-Universität, so genannt, weil Studenten und Professoren von einem Ort zum nächsten wechseln mußten, um der Entdeckung durch die Polizei zu entgehen, zog die besten Köpfe des Landes an. Wenn sich auch zwei unterschiedliche sozialistische Fraktionen dort trafen - die eine propagierte die nationale Unabhängigkeit, und die andere trat für ein internationales sozialistisches Bündnis innerhalb des russischen Reiches ein -, waren sie sich doch einig in ihrer Entschlossenheit, polnische Geschichte und Kultur lebendig zu erhalten, wie sie der Zar mit ebensolcher Entschlossenheit zertreten wollte. Jene, die erwischt wurden, verbrachten Wochen, Monate oder sogar Jahre im Gefängnis oder in der Verbannung in Sibirien.

    Zu seinem ersten Seminar war Henryk von seinem Freund Leon Rygier in Dawids Wohnung mitgenommen worden. Die Garderobe im Flur hing so voll, daß sie kaum wußten, wohin mit ihren Mänteln. Im kerzenbeleuchteten Wohnzimmer, dessen Fenster verdunkelt waren, um der Entdeckung durch die Polizei zu entgehen, wurde er anderen Studenten vorgestellt und bekam einen Tee von Dawids Frau Jadwiga Szczawinska, die über den Samowar mit der gleichen Energie wachte, die sie auf alle Projekte verwandte, mit denen sie und ihr Mann sich befaßten.

    Es war Jadwiga gewesen - eine Frau mit hervorragenden organisatorischen Fähigkeiten -, die noch vor ihrer Heirat die Fliegende Universität in ihrer kleinen Wohnung ins Leben gerufen hatte, um jungen Frauen eine Ausbildung in polnischer Sprache und Literatur zu ermöglichen. Als sich dieses bemerkenswerte heimliche Unternehmen herumsprach, verlangten die Männer laut dabeizusein, und Mitte der achtziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts gab es über tausend Studenten beiderlei Geschlechts, die an Seminaren an verschiedenen Orten des Warschauer Untergrunds teilnahmen. Jadwiga schaffte es sogar, eine umfangreiche wissenschaftliche Bibliothek für diese Universität zusammenzustellen, doch wirkte ihre dominierende Persönlichkeit auf viele Teilnehmer eher befremdlich. Ihr Mann, der für Sachen, an die er glaubte, wie "David gegen Goliath kämpfte"", soll Jadwiga gegenüber völlig machtlos gewesen sein.

    Bei den heimlichen Versammlungen der Fliegenden Universität ließen sich soziale wie akademische Kontakte knüpfen. Zofia Nalkowska, eine frühreife Fünfzehnjährige, die eine emanzipierte Frau sein wollte und eine bekannte Romanschriftstellerin wurde, führte Tagebuch über die Sitzungen in Dawids Wohnung zu jener Zeit, bei denen auch Korczak zugegen war. In einer Eintragung schreibt sie, daß die Mädchen wirklich gut gekleidet waren, aber daß sie selbst in ihrem braunen Kleid, in dem sie eine gute Figur hatte, mindestens so attraktiv aussah wie alle anderen. Sie versuchte, sich auf das zu konzentrieren, was Dawid sagte, ertappte sich aber dabei, daß sie manchmal zu dem jungen Mann hinübersah, der so nett lächelte und sich ihre Notizen ausgeborgt hatte.

    Zofia war nicht allein mit ihrer Kritik am trockenen Vortrag des "weisen und klugen"" Professors, dennoch hielt Dawids Ruf eines Nuschlers, der viel besser schrieb als sprach, die Studenten nicht davon ab, in seine Seminare zu strömen. Er hatte in Leipzig bei Wilhelm Wundt, dem Begründer der experimentellen Psychologie, studiert, und seine Vorträge waren angefüllt mit den radikalen Erziehungsideen, die damals auf beiden Seiten des Atlantik verfochten wurden: Ideen, die nach der Befreiung des Kindes von den konventionellen Zwängen der Vergangenheit riefen. Rousseau hatte 1762 mit seinem fiktiven Emile, einem Buben, der ermutigt wurde, sich ganz seiner Natur gemäß zu entfalten, den Weg für diesen pädagogischen Durchbruch bereitet. Und Johann Pestalozzi, der in seinem berühmten, 1805 in Yverdon gegründeten Internat mit richtigen Kindern arbeitete, legte den Grundstein für die progressive Erziehung.

    Für Korczak war Pestalozzi einer der größten Wissenschaftler des neunzehnten Jahrhunderts. Viele seiner späteren Ideen zur Erziehung, zur Würde der Arbeit und zur Bedeutung der klaren Beobachtung für ein klares Denken zeigten den Einfluß dieses engagierten Schweizer Erziehers. Doch es waren Dawids Meßversuche der psychologischen Reaktionen von Kindern unterschiedlichen Alters - eine Arbeit, die das Feld der Kindesentwicklung antizipierte --, die Henryk dazu brachten-, Kindesforschung zu betreiben-, die alles ausschließen sollte-, was "nach Subjektivität roch". Schon damals kämpften die beiden Seiten von Henryks Charakter um Erstplazierung: der Wissenschaftler wird stets dem Künstler mißtrauen-, ihn mit Gewichts und Größenlisten in Schach halten - Materialien-, für die der Künstler selten Verwendung haben dürfte.

    Großen Einfluß auf den jungen Medizinstudenten hatte auch Zofias Vater-, Waclaw Nalkowski-, ein glühender Sozialaktivist-, der die moderne Geographie entwickelt hat. "Ihr wißt nicht-, wer Nalkowski war? " fragt Korczak. " Die Welt weiß von vielen großen Polen nichts."" Für ihn war der Geograph ein "leuchten der Stern an einem kleinen Firmament""-, der, hätte es in seinem Land keine russischen Zensoren gegeben-, international berühmt geworden wäre.

    Henryk verband auch eine lebenslange Freundschaft mit der imposanten Stefania Sempolowska (Markenzeichen: breitkrempiger Hut mit zwei Straußenfedern und langes schwarzes Kleid mit modischer Schleppe)-, die über die Naturgeschichte schrieb und sich für die Rechte der Juden-, Bauern und Arbeiter einsetzte. Ihr Engagement für die Bildung der Unterschicht ließ sie zur treibenden Kraft hinter der Organisation der " Freien Leihbücherei"" werden-, wo Henryk seine Samstage verbrachte-, um in ungezogenen Kindern die Lust am Lesen zu wecken. Die russischen Behörden-, überzeugt-, daß die Bücherei atheistische oder sonstige subversive Ideen verbreitete-, führte ständig Razzien durch. Und zwischen der Razzia auf die "Fliegende Universität" und der auf die "Freie Leihbücherei" "gab es schlaflose Nächte und soviel Arrest-, wie es brauchte-, um einen jungen Kerl wenigstens ein bißchen zu zügeln".

    Liberale der Jahrhundertwende wie die Dawids-, Nalkowski und die Sempolowska - die einen demokratischen Sozialismus repräsentierten, der sich weigerte, Klassenunterschiede oder ethnische Ausgrenzungen zu akzeptieren - bestimmten den moralischen Standard ihrer Zeit. Ungeachtet jeglicher Konsequenzen hielten sie an ihren Prinzipien fest. Sie lebten bescheiden, ohne Affektiertheit oder falschen Ehrgeiz und wurden Henryks "Sozialerzieher"". Viel von der Kraft, die er später in seinem Leben brauchte, kam aus der unkorrumpierbaren Haltung dieser Menschen. Sie repräsentierten das Polen, dem er sich zugehörig fühlte.

 

 


©  by M. Parciak   - Korczak Communication Center -  Munich, Germany
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